Erdgas. Die Vorteile liegen auf der Hand.

Gut zur Natur! Erdgas wie das der GVP trägt am wenigsten zum vom Mensch verursachten Treibhauseffekt bei, da bei seiner Nutzung praktisch keine Schadstoffe freigesetzt werden: Erdgas verbrennt, ohne die Umwelt und damit unsere Gesundheit zu belasten und ist damit der unbedenklichste aller fossilen Brennstoffen.

Gut zur Natur! Erdgas, die umweltfreundliche Energie-Variante.

Zur Erzeugung einer Kilowattstunde Strom oder Wärme entstehen bei der Verbrennung von Erdgas lediglich 200 g CO2, das ist etwas mehr als die Hälfte der Menge, die Braunkohle freisetzt. Auch in Sachen Feinstaub weist Erdgas die günstigsten Werte auf: Es verbrennt wegen seiner chemischen Reinheit vollständig und fast staub- und rußfrei.

Erdgas-spezifische Techniken für eine „grüne“ Energiegewinnung

Weitere Vorteile für die Umwelt lassen sich durch clevere Erdgas-spezifische Techniken zur Energiegewinnung ziehen. Heizungsanlagen der neuen Generation gewinnen Wärme nicht nur aus der Verbrennung des Erdgases, sondern auch aus den Abgasen. Das heißt: Die gesamte Wärmeenergie, die man diesem Brennmaterial entziehen kann, wird genutzt. Der sogenannte Brennwert liegt dabei mehr als 10 Prozent höher als der reine Heizwert des Erdgases: der Energieträger wird effizienter genutzt, Ressourcen werden eingespart. Auch Blockheizkraftwerke erzeugen Strom und Wärme umweltgerecht und sehr effizient.

Erdgas dient als Quelle zur Erzeugung von Wasserstoff, der wiederum für den Betrieb von Brennstoffzellen benötigt wird. Diese stellen sehr leise und sauber elektrischen Strom her - ohne den „Umweg“ der Verbrennung von Energieträgern. Stattdessen wird der chemische Prozess in der Brennstoffzelle direkt zur Erzeugung von elektrischer Energie verwendet.

Umweltschutz auch beim Autofahren

Und schließlich wird Erdgas im Motor eines Erdgasfahrzeugs weitaus effizienter in Bewegung umgesetzt als beim Benziner oder Dieselmotor. Für Erdgasnutzer lassen sich Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Umweltschutz also auch beim Autofahren bestens vereinbaren.

Wussten Sie schon?

Sie interessieren sich für Informationen rund um das Thema Erdgas? In unserem kleinen GVP Erdgas-ABC erklären wir Ihnen die wichtigsten Grundlagen. Klicken Sie einfach auf einen der Begriffe, um mehr zu erfahren!

Abgasführung

Brennwertgeräte nutzen fast die gesamte Wärmeenergie zu Heizzwecken. Sie geben im Vergleich zu anderen Geräten kühle Abgase an die Umwelt ab. Die aus Wasserdampf bestehenden Abgase kühlen weiter ab, sodass ein Kondensat entsteht. Dieses hat nun aber einen zu geringen Auftrieb, um eigenständig durch den Schornstein zu entweichen. Deshalb wird ein Gebläse benötigt, welches das Kondensat durch spezielle feuchtigkeitsresistente Abgasleitungen ins Freie befördert. Diese Abgasleitungen aus Kunststoff oder Metall können in einen vorhandenen Schornstein auch nachträglich eingezogen werden.

Abrechnung

Mit der thermischen Abrechnung berücksichtigt die GVP, dass der Energiegehalt von Erdgas nicht immer genau gleich ist. Unsere Kunden bezahlen nicht pro Kubikmeter, sondern pro Kilowattstunde Erdgas und damit die tatsächlich verbrauchte Energie. Der Umrechnungsfaktor von Kubikmeter zu Kilowattstunde beinhaltet den mittleren Brennwert, Druck und Temperatur des Erdgases an der Messstelle. Basis für die Berechnung ist der Zählerstand, der mit dem Umrechnungsfaktor multipliziert wird. Der Umrechnungsfaktor kann sich, je nach der Gaszusammensetzung, leicht verändern.

Abrechnungsbrennwert

Der Abrechnungsbrennwert beschreibt den Energiegehalt, der in einem Kubikmeter Gas im Normzustand enthalten ist und wird kontinuierlich mit geeichten Messgeräten an repräsentativen Stellen ermittelt.

Abschlagszahlungen

Die Abschlagszahlungen sind Teilzahlungen bzw. Anzahlungen auf bereits geleistete Energielieferungen und werden mit der turnusmäßigen Endabrechnung verrechnet. Die Höhe des Abschlages orientiert sich an dem zu erwartenden Energieverbrauch oder Ihrem Vorjahresverbrauch.

Arbeitspreis

Der Arbeitspreis bezeichnet den Preis für eine verbrauchte Kilowattstunde Energie.

Biogas

Biogas ist Faulgas, das in Biogasanlagen, Deponien (Deponiegas) oder Kläranlagen (Klärgas) produziert wird. Hauptbestandteile von Biogas sind Methan (45 - 70 %) und Kohlendioxid (25 - 55 %). Dazu kommen geringe Mengen an Wasserdampf, Schwefelwasserstoff, Ammoniak, Wasserstoff und Stickstoff sowie Spuren von niederen Fettsäuren und Alkoholen. Der wertvolle energetische Anteil ist das Methan: je höher dessen Anteil, desto energiereicher das Biogas. Kohlendioxid und Wasserdampf sind dagegen nicht nutzbar, Schwefelwasserstoff und Ammoniak sogar problematisch. Diese aggressiven Bestandteile müssen vor dem Verbrennen entfernt werden, um die Gasmotoren zu schützen. Die Energie aus Biogas ist CO2-neutral.

Biogas wird gezielt durch Vergärung organischer Stoffe wie Mist oder Gülle in Biogasanlagen erzeugt, oft unter Zugabe von CO-Fermentaten wie Abfälle aus der Lebensmittelindustrie oder nachwachsende Rohstoffe. Die Vergärung zu Biogas geschieht durch eine anaerobe (sauerstofffreie) Vergärung mithilfe geeigneter Mikroorganismen. Nach der Aufbereitung kann Biogas wie Erdgas eingesetzt werden. Biogas wird zum Heizen oder in Blockheizkraftwerken zur gekoppelten Produktion von Strom und Wärme genutzt. Mit 22,370 Milliarden Kilowattstunden Energie aus Biogas liegt Deutschland in Europa an der Spitze.

Blockheizkraftwerk (BHKW)

BHKW erzeugen gleichzeitig Wärme und Strom in einer kompakten Anlage. In Kleinanlagen treibt meist ein Diesel-, Gas- oder Biogasmotor einen Generator zur Stromerzeugung an. Die Wärme aus dem Kühlwasser und den Abgasen wird gleichzeitig für Heizzwecke genutzt. BHKW haben einen exzellenten Gesamtnutzungsgrad von 80 bis 90 % (bei reinen Kraftwerken oder Heizwerken: 30 bis 45 %). Die CO2-Emissionen dagegen werden um bis zu 30 % reduziert. Voraussetzung für einen sinnvollen Einsatz von BHKW ist der gleichzeitige Bedarf von Strom und Wärme und die Nähe zum Verbraucher. Hallenbäder, Krankenhäuser, Schulen mit Lehrschwimmbecken, Industriegebäude mit hohem Wärmebedarf und kleine Wohnsiedlungen sind hervorragende Standorte für BHKW.

Brennstoffzelle

Die Brennstoffzelle ist eine komplexe Anlage zur Erzeugung von Strom und Wärme aus chemischer Energie (Wasserstoff und Sauerstoff). Über einen Katalysator werden in der Brennstoffzelle Sauerstoff-Ionen gebildet. Der Sauerstoff gibt Elektronen an die Anode ab und reagiert chemisch mit dem Wasserstoffgas. Als Ergebnis des chemischen Prozesses fließt zwischen Kathode und Anode Gleichstrom. Vorteile dieser „kalten Verbrennung“ sind die Vermeidung von CO2 und Schadstoffen, der ruhige Betrieb und bei Motoren der viel höhere Wirkungsgrad im Vergleich zum Verbrennungsmotor. Ein großer Nachteil ist die schlechte Verfügbarkeit von Wasserstoff. Deshalb wird meist Erdgas oder Methanol durch Vorschalten eines Reformers in Wasserstoff umgewandelt. Die Kosten für Brennstoffzellen sind noch recht hoch. Wenn die Technik aber ausgereift ist, eignen sich Brennstoffzellen sowohl für den stationären Bereich (Heizung) als auch im mobilen Bereich bei Pkw und Bussen sowie für transportable Anwendungen wie Laptops.

Brennwert

Die Technik unterscheidet zwischen dem Brennwert und dem Heizwert von Erdgas. Während der Heizwert sich auf die Verbrennungswärme bezieht, bezeichnet der Brennwert die gesamte Wärmeenergie, die man dem Brennmaterial entziehen kann. Brennwertgeräte nutzen zusätzlich die Wärme, die in den Abgasen gebunden ist und damit etwa 10 Prozent mehr als den Heizwert. Deshalb liegt ihr Wirkungsgrad höher als 100 Prozent - diese 100 Prozent beziehen sich allerdings auf den Heizwert.

DVGW-Prüfzeichen

Auf Erdgas-Armaturen, Leitungen und Geräten zeigt das DVGW-Prüfzeichen, dass der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfachs e. V. die Anforderungen an Hygiene und Sicherheit nach DIN-Norm geprüft hat.

Energiesteuer

Die Energiesteuer ist eine gesetzlich geregelte Verbrauchssteuer, die seit 2006 auf Grund des Energiesteuergesetzes (EnergieStG) erhoben wird. Das Gesetz regelt die Besteuerung aller Energiearten fossiler Herkunft (Mineralöle, Erdgas, Flüssiggase und Kohle) als auch der nachwachsenden Energieerzeugnisse Pflanzenöle, Biodiesel, Bioethanol und synthetische Kohlenwasserstoffe aus Biomasse als Heiz- oder Kraftstoff in der Bundesrepublik Deutschland. Die Energiesteuer wird vom Energieversorger erhoben und an das zuständige Hauptzollamt abgeführt.

Einsatz

Fast jede zweite Wohnung in Deutschland wird mit Erdgas beheizt. 2007 wurden in Deutschland 925 Terawattstunden oder 925 Milliarden Kilowattstunden Erdgas verbraucht, überwiegend für die Wärmeversorgung von Gebäuden und für die Erzeugung von Produktionswärme in Gewerbe- und Industriebetrieben. 46 Prozent benötigten die Haushalte und Kleinverbraucher, 25 Prozent die Industrie für Prozesswärme. 14 Prozent wurden in Erdgas-Kraftwerken zur Stromproduktion verbraucht und 15 Prozent gingen an sonstige Verbraucher, beispielsweise Erdgasfahrzeuge.

Entstehung

Erdgas wird oft zusammen mit Erdöl gefunden. Ähnlich wie Erdöl entsteht Erdgas aus organischen Substanzen, die auf den Grund der damaligen Ozeane abgesunken sind und dort unter Luftabschluss, erhöhtem Druck und hohen Temperaturen durch anaerobe Bakterien umgewandelt wurden. Der größte Teil des heute geförderten Erdgases bildete sich vor 15 bis 600 Millionen Jahren aus abgestorbenen pflanzlichen und tierischen Substanzen, die auf dem Grund der damalige Meere unter undurchlässigen Gesteinsschichten in gasförmige Kohlenwasserstoffe umgewandelt wurden.

Erdgassteckdose

Erdgasgrill, Terrassenstrahler und Erdgasleuchte - all diese Geräte lassen sich an eine Erdgassteckdose anschließen. Durch eine Kupplung werden diese Geräte mithilfe einer Klickverbindung mit der Erdgassteckdose verbunden. Die Steckdose selbst und die dazu gehörenden Schlauchverbindungen baut der Gas- und Wasser-Fachhandwerker ein. Die Steckdose kann im Innen- und Außenbereich installiert werden. Für Sicherheit sorgt ein Gasströmungswächter, der die Gasleitung bei Brand und Beschädigung sofort schließt.

Förderung

Im Jahr 2007 wurden weltweit 2.940 Milliarden Kubikmeter Erdgas gefördert. Die größten Förderländer waren Russland (607,4 Milliarden m3), die USA (545,9 Milliarden m3), Kanada (183,7 Milliarden m3), Iran (111,9 Milliarden m3) und Norwegen (89,7 Milliarden m3). Die weltweit bekannten konventionellen Erdgasreserven betrugen nach Angaben der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe 2006 etwa 181.342 Milliarden m3. Diese sollten bei gleichem Verbrauch (statische Reichweite) noch bis 2070 reichen. Den größten Anteil an den Weltreserven besaßen Russland (26,3 Prozent), Iran (15,2 Prozent) und Katar (14,2 Prozent). In Deutschland wurden im Jahre 2007 insgesamt 14,6 Milliarden m3 Erdgas gefördert - Tendenz abnehmend. Deutschland ist aber weltweit das Land mit dem drittgrößten Verbrauch an Erdgas, nämlich 3,5 Prozent des Weltverbrauchs. Deutschland importiert demzufolge viel Erdgas, 2006 mehr als 90 Milliarden Kubikmeter. 37 % des Erdgases für Deutschland kam im Jahr 2007 aus Russland, 26 % aus Norwegen, 18 % aus den Niederlanden, 15 % aus deutscher Förderung und 4 % aus anderen Ländern (Dänemark, Großbritannien, u. a.).

Gasgeruch

Dem an sich geruchlosen Erdgas wird ein penetranter Geruchsstoff zugesetzt, sodass auch kleinste Austrittmengen sofort bemerkt werden können. Bei Gasgeruch sollte man in dieser Reihenfolge vorgehen:

  1. Fenster öffnen: Frischluft verhindert, dass die Gaskonzentration ansteigt und das Gas-Luft-Gemisch explodiert.
  2. Gashahn zudrehen, am besten am Hauptabsperrhahn.
  3. Mitbewohner im Haus alarmieren, dabei an die Tür klopfen, nicht klingeln!
  4. Keinerlei elektrische Geräte oder Licht an- und ausschalten, keine Stecker herausziehen und kein Feuer entzünden - jeder Funke birgt ein Explosioinsrisiko!
  5. Den Gasversorger von außen benachrichtigen.

Gasherd

Gasherde arbeiten effizient und sparsam. Besonders beliebt ist das Kochen mit Gas wegen der kurzen Dauer bis zur Erwärmung des Kochguts. Gasherde unterscheiden sich durch ihre Art der Aufstellung, die Gestaltung der Kochfläche, die Anwendungsmöglichkeiten und die Ausstattung. Sie sind als Gas-Standherd zur Einzelaufstellung, als Gas-Unterbau oder Einbauherd und als Einbaukochmulde erhältlich. Ein Gasbackofen erzeugt die Wärme mit einem Brenner unter dem Bodenblech. Durch das Verbrennen von Erdgas entsteht eine feuchte Garhitze, die sich positiv auf Geschmack und Konsistenz des Bratguts auswirkt. Gasbackofen gibt es mit konventioneller Beheizung oder Umluftbetrieb, bei manchen Geräten kann auch ein Elektro- oder Gasgrill zugeschaltet werden. Ein Gas-Heizherd beheizt mit einem zusätzlichen Aggregat die Küche, braucht aber den Anschluss an einen Schornstein. Moderne Gas-Center vereinen Kochen und Backen mit den Funktionen der Warmwasserbereitung und Wärmeerzeugung für die Zentralheizung. Auch diese Geräte müssen an den Schornstein angeschlossen sein.

Gaskachelofen

Kein Brennstoffvorrat, keine Asche, kein Ruß: Gas-Kachelöfen arbeiten sauber und sind für den Nutzer äußerst bequem. Die Kacheln werden von innen aufgeheizt und strahlen gemütliche Wärme ab. Schon bei 18 bis 20 °C fühlt sich der Raum mollig warm an. Wer einen konventionellen Kachelofen hat, kann ihn mit einem speziellen Einsatz für den Erdgasbetrieb aus- oder umrüsten.

Grundpreis

Der Grundpreis dient der Abdeckung der verbrauchsunabhängigen Kosten und setzt sich im Regelfall aus einem festen Leistungspreis und dem Verrechnungspreis (Entgelt für den Messstellenbetrieb, die Messung und die Abrechnung) zusammen.

Konzessionsabgabe

Die Konzessionsabgabe ist das Entgelt an die Kommune für die Mitbenutzung von öffentlichen Verkehrswegen durch Versorgungsleitungen. Der Netzbetreiber bezahlt die Konzessionsabgabe an die Stadt oder Kommune und berechnet dieses Entgelt an die Energie- oder Wasserlieferanten weiter, der die Konzessionsabgabe wiederum seinen Kunden in Rechnung stellt.

Kubikmeter und Kilowattstunde

Was ist eigentlich eine Kilowattstunde?

Die Kilowattstunde (kWh) ist die Einheit für Energie. Sie dient zur Berechnung des Energieverbrauchs.

Welche Messung erfolgt am Gaszähler?

Der Gasverbrauch wird am Gaszähler in Kubikmetern (m3) gemessen. Danach werden diese in Kilowattstunden umgerechnet.

Warum muss die SWP in Kilowattstunden abrechnen?

Die Energieversorger beziehen ihr Erdgas aus verschiedenen Ländern: Skandinavien, ehemalige GUS - Staaten etc.aber auch aus der Nordsee. Das bedeutet, dass nicht jeder Kubikmeter Erdgas gleichviel Energie, also Wärme enthält. Wobei die Unterschiede nicht groß sind.

Woher wissen Sie als unser Kunde, wie viel Energie das Erdgas enthält, welches wir Ihnen liefern?

Der aktuelle Energiegehalt des Erdgases wird an verschiedenen Stellen des Versorgungsnetzes gemessen. Daraus ergibt sich ein Jahreswert, auch Abrechnungsbrennwert genannt, der bei der thermischen Gasberechnung zu Grunde gelegt wird. Er liegt zwischen 10-11 kWh/m3.

Wie werden aus den Kubikmetern Kilowattstunden?

Das vom Gaszähler erfasste Volumen in m³ wird in Gasenergie umgerechnet und in Rechnung gestellt. Für die Umrechnung gilt folgende mathematische Beziehung:

Q = VB * Z * HS,n

Dabei bedeuten:

Q = Gasenergie (kWh)

VB = Gasvolumen in Betriebszustand (m3)

Z = Zustandszahl

HS,n = mittlerer Brennwert im Normzustand (kWh / m3)

Auf der Kundenrechnung wird das Produkt der Zustandszahl und des Brennwertes (Z . HS,n) auf 3 Stellen genau angegeben. Die umgerechneten kWh werden, kaufmännisch gerundet ohne Nachkommastellen, auf der Rechnung ausgewiesen.

Die Zustandszahl Z wird nach folgender Formel berechnet:

Z = ( Tn / T ) * ((Pamb + Pe) /Pn)

Dabei bedeutet:

Tn = 273,15 Kelvin (gleich 0o Celsius) Normtemperatur

T = Tn + t mittlere Gastemperatur in Kelvin

t = mittlere Gastemperatur in Grad Celsius, beträgt 15o C

Pn = 1.013,25 hPa (=1,01325 bar) Normluftdruck

Pamb = Jahresmittelwert des Luftdrucks in der jeweiligen Höhenzone

Pe = Effektivdruck ist gleich dem Ausgangsdruck am Gas-Druckregelgerät bzw. Zähler

Leistungspreis

Für die bezogene Leistung (kW) wird vom Energieversorger je nach Vereinbarung ein Leistungspreis in Rechnung gestellt. In Abhängigkeit von der Preiskondition wird entweder der höchste gemessene Wert des Jahres (Jahresleistungspreis) oder der Höchstwert eines Monats (Monatsleistungspreis) berechnet.

Lieferstelle oder Verbrauchsstelle

Die Lieferstelle oder Verbrauchsstelle ist der Ort, an dem die Gas- bzw. Stromlieferung erbracht wird.

Messstellenbetrieb

Der Messstellenbetrieb umfasst den Ein- und Ausbau sowie den Betrieb und die Wartung von Zählern. Diese Kosten werden vom Netzbetreiber bzw. Messstellenbetreiber in Rechnung gestellt.

Messdienstleistung

Die Messung beinhaltet die Ermittlung des Energieverbrauchs sowie die Erfassung, Verwaltung und Bereitstellung der Zählerdaten. Diese Kosten werden vom Netzbetreiber bzw. Messdienstleister in Rechnung gestellt.

Netzbetreibernummer / NBT-Code / Codenummer des Netzbetreibers

Die Netzbetreibernummer dient der eindeutigen Identifikation des örtlichen Verteilnetzbetreibers, an dessen Netz die Lieferstelle angeschlossen ist.

Netznutzungsentgelte

Netznutzungsentgelte sind Entgelte des Energienetzbetreibers für den Transport und die Verteilung der Energie sowie den damit verbundenen Dienstleistungen.

Reserven

Reserven sind die Erdgasvorkommen, die sicher festgestellt und nach heutigen Fördermethoden wirtschaftlich gewonnen werden können. Ressourcen sind die Vorkommen, die entweder noch nicht bestätigt oder nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht förderbar sind. Als sicher gewinnbar gelten mehr als 181 Billionen Kubikmeter Erdgas weltweit, das würde bei heutigem Verbrauch noch 62 Jahre reichen. Eine Ressource riesigen Ausmaßes ruht auf dem Meeresboden: Gashydrat, eine Gas-Wasser-Verbindung, bedeckt den Boden einiger Weltmeere. Allerdings ist dieses Methanhydrat heute noch nicht förderbar.

Ressourcen

Siehe Reserven.

Schadstoffe

Bei der Verbrennung aller fossilen Brennstoffe werden Schadstoffe freigesetzt. Erdgas verbrennt vergleichsweise schadstoffarm: Schwefeldioxid und Feinstaub werden fast gar nicht ausgestoßen. Thermisches Stickoxid (NOx) entsteht dagegen bei jeder Verbrennung mit hohen Temperaturen. Mit Hilfe moderner Verfahren wurde aber bei Gasgeräten eine deutliche Reduzierung von NOx-Emissionen erreicht. Weil Erdgas einen hohen Anteil an Wasserstoff und einen verhältnismäßig niedrigen Anteil von Kohlenstoff aufweist, setzt es deutlich weniger Kohlendioxid frei als andere feste (40 - 50 %) oder flüssige (25 - 30 %) Brennstoffen.

Sicherheit

Um bestmögliche Sicherheit im Umgang mit Gasgeräten zu genießen, sollten Sie diese Checks von Ihrem Experten des Gas- und Wasserfachs durchführen lassen:

  1. Gasleitungs-Check
    • Ist die Gas-Hauptabsperreinrichtung frei zugänglich?
    • Sind die Gasleitungen in Ihrem Haus gut befestigt? (Achtung: Gasrohre sind keine Lastenträger - also nichts dranhängen!)
    • Sind die Gasleitungen in einwandfreiem Zustand?
    • Sind die Gasrohre hinter der Verkleidungen gut belüftet?
  2. Gasgeräte-Check
    • Bekommen die Gasgeräte genügend Frischluft, sind die Verbrennungsluftöffnungen also frei?
    • Wenn Sie eine Erdgassteckdose haben: Der Erdgasschlauch darf nicht geknickt sein und muss genügend Abstand zu offenen Flammen haben.
    • Sind die Düsen im Gasbrenner frei von Staub und Flusen?
  3. Daran sehen Sie, dass Ihr Gasgerät eine Wartung braucht:
    • gelbe statt blau brennende Flamme
    • Rußspuren am Gerät
    • ungewöhnliche Geräusche
    • auffälliger Geruch
    • beschädigte oder fehlende Bedienungsknöpfe

Strömungssicherung

Die Strömungssicherung verhindert bei atmosphärischen Gasgeräten den Stau oder Rückstrom der Abgase auf den Brenner und damit eine negative Beeinflussung der Verbrennung. Heizkessel und Warmwasserbereiter haben eine Abgas-Überwachungseinrichtung, die automatisch das Gerät abschaltet, wenn schädliche Abgase in den Raum austreten.

Thermische Gasabrechnung

Erdgas wird volumetrisch, das heißt in Kubikmetern (m³), gemessen. Das Betriebsvolumen ist abhängig von Druck und Temperatur. Die in m³ gemessene Menge Erdgas wird in Kilowattstunden (kWh) umgerechnet, damit es ohne den Einfluss von Druck und Temperatur abgerechnet werden kann. Dazu wird nach eichrechtlich anerkannten Regeln der Verbrauch in m³ mit der Zustandszahl z (z-Zahl) und dem Brennwert multipliziert. Die z-Zahl ist ein Korrekturfaktor, mit dem der Einfluss von Druck und Temperatur aufgehoben wird. Der Brennwert zeigt an, wie viel Energie im Erdgas enthalten ist.

Verbrauch

Der Verbrauch für den jeweiligen Abrechnungszeitraum wird in Kilowattstunden (kWh) ausgewiesen. Der Verbrauch im Strom kann tageszeitabhängig erfasst werden (z.B. Hochtarif-/Niedertarifzeit).

Verbrauchspreis oder Arbeitspreis

Der Verbrauchspreis oder Arbeitspreis bezeichnet den Preis für eine verbrauchte Kilowattstunde Energie.

Verbrauchsstelle oder Lieferstelle

Die Verbrauchsstelle oder Lieferstelle ist der Ort, an dem die Gas- bzw. Stromlieferung erbracht wird.

Vertragspartner

Durch einen Vertrag werden die Rechte und Pflichten der Vertragspartner geregelt. Die verschiedenen Vertragskonten können unter einer Vertragspartnernummer zusammengefasst sein.

Wärmehöchstlast

Die Wärmehöchstlast ist die höchste nachgefragte Wärmeleistung des Gebäudes.

Wartung

Der Installationsbetrieb Ihrer Wahl sollte die Heizungsanlage in regelmäßigen Abständen warten. Dabei geht es um folgende Arbeiten:

  • Reinigung von Brenner, Verbrennungskammer, Wärmetauscher und Abgasrohr
  • Überprüfung der wasser- und gasführenden Teile der Heizungsanlage, der Geräteanschlussleitung, der Zündflamme, Zündsicherung, Ionisation, Regeleinrichtung und der eingestellten Gasmenge
  • Messung der Feuerungsanlage nach der Verordnung zur Durchführung der Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (BImschV)
  • Kontrolle der Sicherheitseinrichtungen
  • Messprotokoll und abschließende Überprüfung von Dichtigkeit und Gerätefunktionen

Zählpunkt / Zählpunktbezeichnung

Ein Zählpunkt kennzeichnet eine Lieferstelle eindeutig. Diese Nummer existiert nur einmal im europäischen Energienetz. Am Zählpunkt werden die relevanten Messdaten erfasst. Über die Zählpunktbezeichnung kann der Netzbetreiber den Standort der Lieferstelle genau identifizieren und dem Zähler zuordnen. Im Gegensatz dazu ist die Zählernummer nicht ortsgebunden, da Zähler gewechselt werden können.

Zusammensetzung

Erdgas besteht zum größten Teil aus Methan (chemische Formel CH4) mit Beimischungen anderer Kohlenwasserstoffe wie Ethan und Propan, verschiedener Edelgase und weiterer Inhaltsstoffe. Erdgas mit hohem Methananteil wird als E-Gruppe bezeichnet (früher H-Erdgas für high). Solches mit weniger Methan gehört zur LL-Gruppe (früher L für low). Je höher der Methananteil, desto wertvoller ist das Erdgas. Deshalb werden nach der Förderung die Verunreinigungen nach und nach ausgefiltert, bis möglichst reines Methan übrig bleibt.

Zustandszahl

Beim Gas wird zwischen dem Normzustand und dem Betriebszustand unterschieden. Der Betriebszustand ist der Zustand des Gases im Zähler, der je nach Druck und Temperatur variiert. Die Abrechnung erfolgt jedoch auf der Grundlage des Normzustands. Daher muss der Betriebszustand auf den Normzustand umgerechnet werden. Dieses erfolgt über die Zustandszahl, die kundenspezifisch ermittelt wird.

Gasversorgung Pforzheim Land GmbH, Sandweg 22, 75179 Pforzheim | Handelsregister Mannheim, HRB 50 39 47 | USt Id.Nr.: DE 177685419
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